Hundetraining für Tierschutzhunde und besondere Felle

Über mich

Ich bin Anke König-Gabler, Mutter von 2 erwachsenen Kindern. Hunde begleiten mich seit über 30 Jahren – und besonders die mit „Special Effects“ haben immer ihren Weg zu mir gefunden. Vom Australian Shepherd über Jagdhund-Mixe bis hin zu Herdenschutzhunden: Die unterschiedlichsten Charaktere und Rassen haben mein Leben geprägt. Sensible Seelen, starke Persönlichkeiten, Hunde mit Geschichte.

Heute lebt Emmi bei uns – geboren in Ägypten und mit ihrer ganz eigenen Vergangenheit. Wie so viele Tierschutzhunde bringt sie ihre individuellen Themen mit. Und sie erinnert mich jeden Tag daran, wie viel Entwicklung möglich ist, wenn Sicherheit und Vertrauen wachsen dürfen.

Als Hundetrainerin liegt mein Schwerpunkt auf Tierschutzhunden und "besonderen Fellen". Viele dieser Hunde bringen Unsicherheiten, Ängste oder belastende Erfahrungen mit – und genau hier beginnt meine Herzensarbeit: Verständnis statt Druck. Beziehung statt Kontrolle. Sicherheit statt Konfrontation.

Durch meine langjährige Erfahrung in der Begleitung von Menschen in belastenden Lebenssituationen habe ich ein tiefes Verständnis für Trauma-Dynamiken, Stressreaktionen und Bindungsprozesse entwickelt. Dieses Wissen fließt selbstverständlich in meine Arbeit mit Mensch-Hund-Teams ein. Denn nachhaltige Veränderung entsteht dort, wo Stabilität und Vertrauen entstehen dürfen.

Mein Training basiert auf positiver Verstärkung, klarer Kommunikation und einem strukturierten Rahmen, der Orientierung gibt – besonders für Hunde, die in unserer komplexen Welt erst lernen müssen, sich sicher zu fühlen.

Perspektivisch integriere ich zusätzlich hypnosystemische Ansätze, um Mensch-Hund-Teams noch gezielter begleiten zu können.

Mein Ziel ist es nicht, Hunde „funktionieren“ zu lassen.
Mein Ziel ist es, Teams zu stärken.

Assiah - was hat es mit dem Namen auf sich?

Irgendwann im Dezember 2023 meldete sich Caro vom Lebenshof Tierisches Glück und fragte mich, ob ich mir einen Hund anschauen könne. Der Hof habe eine dringende Anfrage zu einer Vermittlungshilfe bekommen, dort hätte aber gerade niemand Zeit, da alle auf dem Hof bis zum Hals in Arbeit stecken. Ich habe Assiah und ihre damalige Besitzerin im Januar 2024 das erste Mal besucht. Die junge Frau war froh, dass sie Unterstützung bekam, da Assiah vor 7 Jahren, mit 1Jahr, als Direktadoption aus der Türkei zu ihr kam. Sie berichtete, dass sich schon nach den ersten Tagen abgezeichnet hat, dass dieser Hund mitten in der Stadt in einer Etagenwohnung völlig falsch war, da Assiah massive Ängste vor allem und jedem im Gepäck hatte. Die Tierschutzorganisation, die von der damaligen Besitzerin umgehend kontaktiert wurde, fühlte sich jedoch nicht mehr zuständig. Also hat sie es weiter probiert Assiah ein gutes Leben zu ermöglichen. Assiah traute sich aber kaum vor die Tür, es war ihr alles zu hektisch und zu laut, sie fror dann regelrecht ein vor Angst, und sobald sie ihr Geschäft erledigt hatte, flüchtete sie wieder in die Wohnung. Über die Jahre hat die junge Frau deshalb verschiedene Tierschutzorganisation kontaktiert, jedoch ohne Erfolg.
Der Lebenshof wollte jedoch Vermittlungshilfe leisten und so habe ich Assiah kennengelernt. Die Vermittlung gestaltete sich jedoch sehr schwierig. Großer Hund, Angsthund, schon 8 Jahre alt, Herdenschutzmix und im Leben noch nicht viel außer Angst kennengelernt. Man benötigt schon eine gehörige Portion Idealismus für so ein "Projekt". Tja, da ich Assiah mittlerweile schon mehrfach besucht hatte, haben mein Partner, unsere Hündin Coco und ich dann beschlossen sie bei uns aufzunehmen.
Assiah hatte ein gutes Jahr bei uns. Zu all ihren psychischen Baustellen kamen noch viele körperlich hinzu. Sie hatte chronische Schmerzen und nachdem auch Coco verstorben war, baute sie zusehends ab. Aber in dem einen Jahr konnte sie die Sonne auf ihrem Fell spüren, den Rasen unter den Pfoten wahrnehmen und hat ein wenig von der Welt kennengelernt. Assiah hat mir vieles beigebracht und soll stellvertretend für all die Hunde aus dem Tierschutz stehen, die Hilfe benötigen, um sich hier einzufinden.